Kurzsichtigkeit – chinesische Regierung plant Gegenmaßnahmen

Wird es zukünftig dazu kommen, dass die chinesische Führung die Computerspiel-Zeit seiner Bürger beschränkt? Laut einem Bericht von Bloomberg, liegen der chinesischen Regierung dazu konkrete Vorschläge vor. Mit einer Beschränkung der Computerspiel-Zeit möchte man der Kurzsichtigkeit von Minderjährigen entgegenwirken.

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Kurzsichtigkeit in China
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Der chinesische Bildungsminister Yuan Guiren hat laut einem Bericht von Bloomberg im August 2018 einen Vorschlag eingereicht, der eine mögliche Kurzsichtigkeit vor allem bei minderjährigen Computer-Spielern reduzieren soll. Die Eingabe sieht vor, die tägliche Bildschirmzeit von Kindern und Jugendlichen zu verringern.

Durchgesetzt werden soll diese Regelung zum einen über verschiedene Ingame-Maßnahmen von Spielbetreibern, als auch durch die Eltern selbst. So sollen die Eltern selbst im Fokus der Überwachung stehen und ein etwaiges Verbot den Kindern gegenüber durchzusetzen.

Die Regelung sieht nach jetzigen Stand vor, dass Minderjährige sich nicht länger als 15 Minuten am Stück und täglich nicht länger als eine Stunde mit Software ohne Bildungsgehalt beschäftigen sollen. Erfülle die Software einen Bildungsauftrag, so sind Sitzungen von 30 bis 40 Minuten erlaubt, die jeweils von einer zehnminütigen Pause unterbrochen werden.

Beruht das Problem „Kurzsichtigkeit“ nicht auf Genetik?

Eine 2012 veröffentlichte Studie erklärt nicht die Genetik ist Schuld, sondern geringes Tageslicht und der Fokus auf Bildschirme und Smartphones haben eine gravierende Auswirkung auf Kinder und Jugendliche. So beginnen chinesische Kinder in der Regel sehr früh viel Zeit vor Computerbildschirmen – und Überraschung: Büchern. Da sie die meiste Zeit in der Schule sind und die Pausen meist lieber mit einen kurzen Nickerchen anstatt an der frischen Luft zu verweilen, befinden sich die Augen nahezu permanent im Nahsichtmodus. Der nötige gesunde Ausgleich für das Auge bleibt aus.

Kurzsichtigkeit bereits jetzt ein Problem

Eine aktuelle Studie weist auf, dass bereits jetzt 9 von 10 jungen Chinesen an einer Kurzsichtigkeit leiden und eine Sehhilfe benötigen.

Laut Yuan Guiren könnte durch eine Regelung die Kurzsichtigkeit bei Kindern bis 2023 jedes Jahr um rund 0,5% reduziert werden. Scheinbar trifft das Vorhaben nicht gänzlich auf taube Ohren, so haben laut Bloomberg auch andere staatliche Stellen Vorschläge eingebracht, um dem wachsenden Problem Einhalt zu gebieten.

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