Lootboxen – Ermittlungen gegen EA

Uh da ist was im Busch, wie nun bekannt wurde, hat Belgien ein Ermittlungsverfahren gegen Electronic Arts eingeleitet. Als Grund nannte man die Weigerung EA's die jüngst bemängelten Lootboxen aus der FIFA-Reihe zu entfernen.

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Lootboxen
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Seinerzeit, zu Beginn der Diskussion über Lootboxen und deren „Glücksspiel-Eigenschaften“ hatte die belgische Glücksspielbehörde in einem umfangreichen Bericht dargelegt, warum das von den Publishern favorisierte Modell der „Lootboxen“ als Glücksspiel einzustufen ist.

Entsprechend räumte man dem Publisher eine gewisse Zeitspanne ein, entweder die entsprechenden Mechaniken zu entfernen oder sich den Glücksspiel-Gesetzen von Belgien zu unterwerfen. Dies bedeutet unter anderem, dass der Publisher eine entsprechende Lizenz beantragen muss.

Die Zeit für EA ist abgelaufen!

So hatte die belgische Glücksspielbehörde dem Publisher Electronic Arts vier Monate Zeit gegeben dem Urteil nachzukommen. Aber dieser denkt gar nicht daran, sich dem Urteil zu beugen.

In der lapidaren Darstellung seitens EA heißt es, dass es sich bei Lootboxen nicht um ein typisches Glücksspiel wie Roulette handelt. Der FIFA-Spieler weiß genau, wie viele Karten/Objekte ein entsprechendes Lootpack beinhaltet.

Als Konsequenz hat nun die Staatsanwaltschaft Brüssel ein Ermittlungsverfahren gegen Electronic Arts in die Wege geleitet.

Publisher anderer Titel, deren Lootbox-System ebenfalls bemängelt wurde, reagierten da anders. Die Publisher von Overwatch, CS:GO und Dota 2, kamen der Aufforderung der belgischen Behörde ohne weiteres Murren nach und entfernten entsprechende Mechaniken.

Regulierung von Lootboxen in moderner Zeit unabdingbar!

Für den Fall, dass man im kommenden gerichtlichen Verfahren verlieren sollte, kündigte die belgische Glücksspielbehörde an, eine Revision der aktuellen Glücksspiel-Gesetze anzustreben. Man möchte auf jeden Fall erreichen, dass Lootboxen entsprechend gesetzlich erfasst werden.

So oder so wird die Sache also die Gerichte beschäftigen, auch gewinnt der Publisher so mehr Zeit Geld mit den eventuell regulierungspflichtigen Lootboxen zu verdienen.

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