Spielception: Über das Spiel im Spiel

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Spielception
©istock.com/gorodenkoff
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Computerspiele sind noch immer eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Im Laufe der Jahre haben sie sich deutlich gewandelt. Es war ein langer Weg von Pixelschleudern und 8-Bit Sounds bis hin zu fast spielfilmartiger Unterhaltung mit der Möglichkeit, die Geschichte in die gewünschte Richtung zu lenken. Doch nicht nur der technische Fortschritt hat Anteil an der ungebrochenen Beliebtheit. Auch die Narrative der Games werden immer ausgefuchster. Insbesondere in Sandbox-Games wie Grand Theft Auto wird dem Spieler neben der eigentlichen Geschichte auch eine Vielzahl an Minispielen geboten, die das Spiel auf eine komplett neue Ebene heben. Diese reichen von Sport über Gambling bis hin zum Pflegen von virtuellen Beziehungen.

The Witcher 3

Zweifelsohne das Spiel des Jahres 2015, so hat es fast so viele Awards abgeräumt, wie Kopien des Spiels verkauft wurden. Zwischen malerischen Landschaften und mitreißender Story gibt es auch in diesem Spiel einige Möglichkeiten der Entschleunigung, um zwischen der Monsterjagd etwas verschnaufen zu können. So können beispielsweise Faustkämpfe ausgetragen werden, um sich das virtuelle Taschengold etwas aufbessern zu können. Ebenfalls kann der Protagonist mit seinem treuen Pferd Roach an Pferderennen teilnehmen. Wer es etwas gemütlicher mag, kann etliche Figuren aus dem Witcher Universum auf eine Partie Gwent, ein eigens für die Serie entwickeltes Kartenspiel herausfordern. Dieses erfreute sich einer so unglaublichen Beliebtheit, dass es sogar als Standalone Game veröffentlicht wurde.

Die Grand Theft Auto Reihe

Branchenprimus und Vorreiter in Sachen Minispiele ist Rockstars Grand Theft Auto. Bereits im Jahr 2002 erschienenen Vice City konnte man die virtuelle Währung auf Autorennen setzen. Im nachfolgenden San Andreas wurde mit einer Hommage an Las Vegas das Spieleparadies nachgebaut. Selbstverständlich dort angebotenen Spiele reichen von Blackjack über Automatenspiel bis hin zu Roulette. Aber Vorsicht: Sobald man seinen virtuellen Kreditrahmen sprengt, wird man im Spiel von Casinomitarbeitern gejagt. Doch mit Minispielen im Glücksspiel-Stil war es nicht getan: Mit Besuchen im Fitnessstudio, Tennistraining, Golf spielen, in Bars Billard spielen oder sich ins Nachtleben stürzen – die Möglichkeiten haben sich mit jedem weiteren Spiel der Reihe vermehrt.

Red Dead Redemption

Das nächste Aushängeschild von Rockstar Games, Red Dead Redemption steht in Sachen trivialer Unterhaltung dem großen Bruder GTA in nichts nach. In Saloons können Blackjack, Würfelspiele und sogar das klassische Texas Hold’em Poker gespielt werden. Mit der richtigen Ausrüstung kann der Spieler sogar betrügen und seine Karten durch ein Ass im Ärmel verbessern. Auch weitere für den wilden Westen urtypische Aktivitäten wie Pferde zähmen oder Armdrücken bieten dem Spieler weitere Aktivitäten, die vom Roten Faden der Geschichte ablenken sollen.

Die Fallout Reihe

Fallout beinhaltete schon immer eine bunte Auswahl an Glücksspielen. Bei der „New Vegas“ Edition wäre es schon fast enttäuschend, wenn sich nicht auch hier Poker, Blackjack und so weiter finden würden. Doch nicht nur Glücksspiel, sondern auch legendäre Sammelkartenspiele wie Magic: The Gathering werden in Fallout im Stile eines Eastereggs gewürdigt. So konnte man in den ersten beiden Teilen das Spiel „Tragic: The Garnering“ spielen.

Die Grenze zwischen Spaß und Ernst ist fließend

Doch auch außerhalb der Spiele hat sich eine Glücksspielindustrie gebildet. Diese sind meist nicht gänzlich mit den Casino-Klassikern zu vergleichen, bieten aber eine ähnliche Spannung. Anbieter wie CS:GO Jackpot lassen die Spieler anstelle von echtem Geld mit durch Microtransaktionen zu erwerbenden Waffenskins etc. auf einen Jackpot hoffen. Frei nach dem Motto „winner takes it all“ können hier dank fehlender Jugendschutzprüfung auch Minderjährige ihre Skins verspielen. Das Problem hieran ist, dass viele Spieler nicht realisieren, dass die Skins einen reellen Gegenwert besitzen und es sich nicht so anfühlt, als würde man echtes Geld verlieren.

Wer beim Zocken immer auf der Suche nach dem nächsten großen Abenteuer ist, der hat bestimmt schonmal drüber nachgedacht, echtes Geld zu verspielen. Denn der tatsächliche Verlust beziehungsweise die Aussicht auf einen handfesten Gewinn sorgt für ein viel emotionaleres Erlebnis beim daddeln. Doch da Glücksspiel schnell süchtig machen kann, sollte sich vor dem Aufladen des Spielerkontos mit echten Euros in einem Online-Casino mit Spielen vertraut machen, bevor sich die Ernüchterung einstellt und man reumütig auf das Loch im Portemonnaie blickt und sich fragt, wie es soweit kommen konnte. Deswegen ist es bei den meisten Onlineanbietern möglich, zuerst mit Spielgeld etwas Gefühl für die jeweiligen Spiele zu bekommen, bevor es endgültig Game Over heißt.

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