Spielebranche – Urteil gegen zu vage Terminangaben

Das Oberlandesgericht München hat jüngst ein Urteil gesprochen, dass diverse Marketingkonzepte auch in der Gaming-Branche durcheinander bringt. Denn Aussagen wie "bald verfügbar" oder "in Kürze" erhältlich sind nicht mehr erlaubt. Der Angeklagte Media Markt kann gegen dieses Urteil jedoch noch angehen. Es wird also noch spannend.

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Spielebranche Urteil - Richterhammer auf grauen Hintergrund
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Eigentlich gehören die Floskeln „bald verfügbar“ oder „in Kürze“ bereits schon zum Inventar in der Spielebranche aber auch in der Medienwelt. Vor allem, wenn es um Vorbestellungen geht, neigen die Händler dazu auf diese zurückzugreifen. Das wiederum hat auch einen ökonomischen Grund, denn Käufer können weder Produkthersteller noch Entwickler auf einen festen Zeitraum festnageln. Das Problem wiederum hat nun das Oberlandesgericht in München beschäftigt.

Am Pranger stand die Medienkaufhauskette Media Markt. Diese warb um Vorbesteller für ein Samsung Galaxy S6 Smartphone, ohne dabei ein Datum oder gar einen groben Zeitraum zu nennen. Doch genau das geht laut dem Oberlandesgericht München nicht. Demnach gehöre es zur Informationspflicht des Händler zumindest einen Zeitraum anzugeben, in dem die Ware geliefert wird. Auch Wörter wie „voraussichtlich“ oder „wahrscheinlich“ sind demnach ausgeschlossen. Gibt ein Händler jedoch Quartal 4 als Lieferzeitraum oder „3 bis 4 Tage“ an, ist das noch im Rahmen.

Dieses Urteil kann zwar noch von Media Markt angefochten werden, doch schon jetzt schwappt es auch auf die Spielebranche über. Sollte es nämlich bestätigt werden, müssen auch Gaming Publisher und Entwickler auf solche Angaben achten. Für die Käufer ist das durchaus eine gesteigerte Transparenz.

 

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