ProSiebenSat.1 versucht sich weiterhin als Pionier

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Fernsehsender haben seit jeher versucht Trends zu antizipieren und zu folgen. Einer der neuesten Trends ist eSports, was bereits unter den beliebtesten Sportarten Deutschlands rangiert. Sender versuchen eSports-Spiele und ihre jargonlastige Nachspielanalysen für den alltäglichen Zuschauer benutzerfreundlich zu präsentieren. Mit dem zunehmenden Präsenz und dem sukzessiv größeren Publikum, sind auch die Möglichkeiten der Partizipation und Observation diverser geworden. So bieten Unternehmen Wetten auf eSports Events wie auf League of Legends oder Overwatch an.

Nachdem Sport1 einen eigenen eSports-Kanal bestätigt hat und ProSiebenSat.1 mehr Live-Shows plant, wird dem gelegentlichen Zuschauer möglicherweise die reguläre Suche nach der Fernbedienung für eSports zukünftig erleichtert.

Mittlerweile versuchen diverse Sender in Deutschland sich den eSports Trend zu Nutze zu machen und ihn zu einem festen Bestandteil des Programms zu applizieren. Namentlich ist dies primär das ProSiebenSat.1 Media Konsortium, das kürzlich mit dem Unternehmen 7Sport den Grundstein für eine neue Authorität auf dem deutschen eSports Markt legte. Mit dem ProSieben Maxx-Kanal (dessen Zielgruppe ein vornehmlich männliches Publikum zwischen 14 und 39 Jahren ist), baut der Sender seine eSports-Inhalte seit der ersten Premiere des Events „ELEAGUE“ im Jahr 2016 weiter aus. Der Sender besitzt die deutschen Rechte an der Vielzahl der renommierten eSports Wettkämpfe. Eine Investition, die sich nicht nur in der Zuschauerzahl, sondern auch monetär bemerkbar macht, denn Werbetreibende haben eSports ebenfalls für sich entdeckt, und daher sind die Sendungen und die Werbeflächen bei ProSiebenSat.1 grundsätzlich ausgebucht. Hier hilft auch, dass davon abgesehen wird während der Übertragungen gewalttätige Szenen zu zeigen, die häufig mit Spielen wie Counter Strike assoziiert werden.

Die Strategie im Kampf um Zuschauer und die Vorherrschaft im deutschen eSports Universum ist in ähnlicher Weise ausgelegt, wie sie der Sender schon vor ein paar Jahren mit seinen Übertragungen mit der NFL begann: Durch zuschauerfreundliche Übertragungen den Sport populärer zu machen. Folgerichtig konzentriert 7Sports einen großen Teil seiner eSports-Inhalte auf „ran eSports“, eine wöchentliche TV- Show, die Vorkommnisse der vergangenen Woche in einem Quasi-Sportschau Konzept verpackt. Hier können sich Fans und Beobachter das neueste Gameplay, kombiniert mit eingehender Analyse durch Experten, ansehen. Angesichts der Tatsache, dass die meisten Hardcore-ESP-Zuschauer zum Zeitpunkt des Programmlaufs normalerweise bereits das relevante Duell auf Twitch gesehen haben, richtet sich „ran eSports“ an diejenigen, die nicht die beträchtliche Zeit aufwenden können, um ein gesamtes Turnier zu verfolgen. ProSieben Maxx möchte vor allem ein allgemeines Publikum generieren, das aber dennoch in einer begrenzten Zeit informiert und unterhalten werden möchte. Wie das neue Konzept im Jahr 2019 angenommen wird, bleibt abzuwarten. Nichts desto trotz gilt eSports als das am stärksten wachsenden Produkt in der Sport- und Entertainment-Industrie. 2020 soll der Umsatz in Deutschland auf €130 Millionen anwachsen, was auch das Interesse der Sender erklärt.

Es steht jedoch außer Frage, dass nun auch die deutschen Sender die Faszination, die eSports umtreibt, erkannt haben, und nun versuchen Kapital daraus zu generieren. Die Tatsache, dass ein renommierter Sender wie ProSiebenSat.1 partizipiert, sollte die Konkurrenz aufhorchen lassen. Zudem ProSiebenSat.1 mit anderen Formaten gezeigt hat, wie es ein Nischenereignis zu einem Mainstream Phänomen werden lassen kann.

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